Instagram, Bloggen & Co – Hinter den Kulissen

Momentan liest man wieder überall darüber – die Bloggerwelt und was für Monster sie aus einem machen. Der neueste Klatsch? Essena O’Neill, mir bis dato total unbekannt, hat das Bloggen aufgegeben und über ihr schlimmes Schicksal, den Folgen der Abhängigkeit von sozialen Netzwerken, auf sozialen Netzwerken gesprochen (wo auch sonst).

Ich habe die Diskussion auf Facebook, Instagram und Blogs verfolgt und schon einige Einträge darüber gelesen. Generell lese ich immer Blogbeiträge, indem es um die Welt der Blogger geht, einfach weil es mich interessiert und derweil wohl auch betrifft. Von Beschimpfungen gegen Blogger von Leuten, die selbst keine Blogger sind, über klare Einsicht, dass an Essenas Worten doch so viel Wahres dran ist, bis hin zu Hetze, dass das 18 jährige Mädchen doch selbst schuld sei. Das kann man natürlich diskutieren, keine Frage, jeder hat dort seinen eigenen Standpunkt.

Auch wenn ihr vielleicht schon den 20. Beitrag dazu lest, weil euch das Thema genauso interessiert wie mich, würde ich euch gerne ein paar Worte dazu sagen – aus meiner persönlichen Sicht. Damals habe ich mir Instagram heruntergeladen, weil sie mir als Bearbeitungsapp empfohlen wurde. Nicht lange, da folgte ich @luxuryinspo, @fashioninspoxyz und noch 10 mehr dieser wunderschönen Accounts, die ein Leben darstellten, bei dem ich mir gar nicht vorstellen konnte, dass jemand wirklich so lebt! Ich habe mich in schlechten Zeiten so oft in diese App geflüchtet, aus der Realität heraus, Ablenkung vom Alltag, manchmal viel zu lange. 

Ja, ich blogge, ich muss diese Welt verteidigen! Völliger Quatsch. In dieser Welt gibt es teilweise so viel Neid, die Leute nutzen einander aus oder auch einfach nur Lügner. Die 3 in Mathe, die einen traurig macht, weil man wochenlang gelernt hat, ist auf Instagram nur eine richtig gute Note, denn ganz im Ernst – wer mag schon Mathe?

Ich kann Essenas Blickwinkel einerseits verstehen, social media hat heutzutage so viel Einfluss auf das alltägliche Leben. Sollte man damit aufgewachsen sein, ist es wahrscheinlich noch schlimmer. Natürlich mache ich nicht nur ein Foto von meinem Outfit und schaffe es, gleichzeitig vernünftig zu gucken, vorteilhaft auszusehen, dass keine Person im Hintergrund steht und zusätzlich noch der Lichteinfall perfekt ist. Manchmal entstehen dabei 40 Fotos in der gleichen Pose, und doch lösche ich danach alle. Auch dadurch, dass man als Jugendlicher so viele Reize von rechts, links, Facebook, Instagram, Twitter und Co. bekommt, wird es noch viel schwieriger sein, das Reale vom nicht Realen zu unterscheiden. Abzuschalten. Und das ist mehr als traurig.

Aber in dieser Szene unterwegs zu sein bedeutet nicht nur Schlechtes! Täglich bekomme ich Nachrichten, dass ich inspiriere. Dass Jemand von euch sich meine Outfits zum Nachstylen als Beispiel nimmt. Dass ich sympathisch wirke und gar nicht so abgehoben wie manch Anderer. Dass ich in der S-Bahn erkannt werde. Durch das Bloggen habe ich neue Leute kennengelernt

Und das macht mir Spaß. Das zaubert mir ein Lächeln ins Gesicht. Das ist das Schöne daran. 

VINE & LACE

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