Global Brand & Fashion Management – 5. Semester

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Wie ihr vielleicht wisst, brüte ich aktuell über meiner Bachelorarbeit. Als kleine Ablenkung vom täglichen Schreiben dachte ich, dass ich euch mal alles über das bereits fünfte Semester meines Studiums Global Brand & Fashion Management erzähle. Mir wird dabei bewusst, dass ich euch schon seit Anfang meines Studiums auf diesem Blog mitnehme. Denn damals habe ich euch schon alles über das erste und zweite Semester erzählt. Aus Mangel an Zeit habe ich es dann beim dritten Semester schleifen lassen, da es kurz danach schon ins Ausland ging und in den 1,5 Monaten dazwischen einfach so viel zu erledigen war. 

Aber heute geht es ums 5. Semester, und da fangen wir einfach mal mit den Fächern an. Ein großer Unterschied zu den vorherigen Semestern sind die Anzahl und der Umfang der Fächer. Zunächst mussten wir am Ende des 4. Semesters für das 5. Semester ein Wahlpflichtfach wählen. Ich habe mich für E-Business entschieden, da ich mich viel für Onlineshops interessiere und mir auch durchaus vorstellen kann, später in dieser Richtung zu arbeiten. Daneben gab es auch noch zwei studiengangsspezifische Pflichtfächer, Brand Management und General Management. Außerdem gibt es im 5. Semester noch die Fremdsprache (Italienisch oder Französisch) und die Möglichkeit, einen Software-Kurs zu belegen. Am Ende des Semesters stehen dann 3 große Prüfungen an, alle aus drei einzelnen Unterrichtsfächern à 10×1,5 Vorlesungen, sowie eine mündliche Prüfung in der Fremdsprache. 

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Die weitere Besonderheit in diesem Semester bestand in einem Consultingworkshop. Es standen insgesamt 7-8 Themen zur Auswahl, teilweise in Zusammenarbeit mit einer Firma und teilweise einfach als Analyse von Unternehmen. Unser Workshop drehte sich komplett um das Thema Schokolade und wie (gut oder schlecht) diese befüllt wurde. Dabei handelte es sich um ein Projekt für eine Beratungsfirma in Düsseldorf, und schon allein der praktische Bezug hat mir super gefallen. Der exakte Titel lautet „Verpackungs- und Füllmengenoptimierung bei Schokolade“. Das Beste daran? Wir durften 2.000 100g-Tafeln Schokolade kaufen, insgesamt 40 verschiedene Sorten und von jeder Sorte 50 Stück. Alles über Haselnuss, weiße Schokolade, Schokolade mit Orangen oder Granatapfel, nur meine Lieblingsschoki war nicht dabei (Ritter Sport Weiße Nuss). Noch besser? Davon wurde nichts weggeworfen, außer zwei Sorten, die einfach nur nach Plastik geschmeckt haben. Den Einkauf haben wir auf eine riesige Fläche verteilt, damit wir eine möglichst repräsentable Stichprobe hatten.  Dafür waren von Hagen über Hamm bis nach Hannover einkaufen. Wisst ihr, wie die Verkäuferin im Edeka mich angeguckt hat, als ich ihr gesagt habe, es gäbe zu wenig Ritter Sport Joghurt Erdbeere, obwohl in meinem Einkaufskorb schon 18 Tafeln lagen? Als hätte ich einen Dachschaden! Der Einkauf hat sich generell als sehr unterhaltsam gestaltet, weil ich jeder Verkäuferin erklären musste, dass dies nicht mein Hunger wäre, sondern für ein Uni-Projekt.
Dann ging es ans Wiegen. Wir mussten mit Handschuhen und Feinwagen wiegen und haben erst die Schokolade als Ganzes und dann nur die Verpackung gewogen. Einer packt aus, einer wiegt, einer packt wieder ein. Danach konnten wir Studenten, Lehrer, Mitarbeiter und sogar die Müllabfuhr an der Uni mit der gewogenen Schokolade glücklich machen. Die restlichen Tafeln haben wir unter uns aufgeteilt und teilweise an unsere Eltern für ihre Arbeit verschenkt oder zum Backen benutzt.
Was am Ende dabei rumkam? Nun, in der Branche wird tatsächlich sehr, sehr, sehr unterschiedlich befüllt. Es gab sogar eine Tafel mit 117g Inhalt statt 100g! Mich kann man mit sowas ja glücklich machen, aber die Firmen wohl weniger. Aber da es dazu wahrscheinlich noch einen Artikel in der Lebensmittelzeitung geben wird, möchte ich hier nichts vorweg nehmen. Es war auf alle Fälle super interessant und hat trotz mehreren Zwischenfällen am Rande der Verzweiflung und vielen Abenden in der Uni sehr, sehr viel Spaß gemacht. Bis jetzt ist dies meiner Meinung nach sogar eines der Highlights am Studium. Dass ich danach aber keine Schokolade mehr sehen konnte, ist sicherlich verständlich, oder? However, mittlerweile sehe ich sie wieder sehr gerne :-D 

Außerdem musste ich mich im 5. Semester endgültig festlegen, ob ich einen 6- oder 7-semestrigen Bachelor oder sogar einen Bachelor in Global Track Cooperation (GTC) mache. Beim GTC handelt es sich um eine Bachelor-Master-Kombination. Wenn man im 7. Semester ins Ausland geht, nimmt man automatisch am Masterprogramm teil und macht danach ebenfalls den Master an der ISM. Zur Auswahl stehen dafür meines Wissens nach bis jetzt die Bond University in Australien, eine Universität in Boston und eine in Edinburgh. Das finde ich wirklich cool, ist allerdings auch sehr, sehr kostspielig. Das muss man natürlich abwiegen! Da ich noch nicht genau weiß, wie und wo ich meinen Master mache, kam das für mich nicht in Frage. Entscheidet man sich für einen 7-Semestrigen Bachelor (Global Track anstelle des 6-semestrigen European Track) kommt noch eine zweite Auslandsphase hinzu, die dann aber an einer Uni außerhalb Europas stattfindet. Studiert ihr allerdings International Management auf Englisch habt ihr nur die Möglichkeit, nach Europa zu gehen. 

Wie gesagt beschäftige ich mich momentan mit meiner Bachelorarbeit, obwohl ich erst im 5. Semester bin. Man hat die Möglichkeit, sie zu schreiben, sobald das Grundstudium absolviert ist. Das beinhaltet die Semester 1-4 und auch, dass man bis dahin alle Prüfungen geschrieben und bestanden hat. Ich könnte meine Bachelorarbeit natürlich auch nach dem 6. Semester wie alle anderen schreiben, aber ich habe für diese Semesterferien kein Praktikum bekommen bzw. mich nicht beworben. Ich möchte gerne ein längeres Auslandspraktikum machen (4-6 Monate) und das passt nicht in die Semesterferien (2,5-3 Monate), weswegen ich mir den Spaß jetzt schon antue. 
Mein Thema lautet „Ethik im Influencer Marketing – Eine Analyse der Modebranche in Deutschland“ und fokussiert vor allem auf die (nicht) bestehenden Regeln und Praktiken zur Kennzeichnung von Werbung in den sozialen Medien. Ich bin jetzt in der zweiten Hälfte der Bearbeitungszeit und führe momentan meine Umfrage durch. Falls euch das interessiert, könnt ihr gerne hier teilnehmen. Dauert auch nur 5 Minuten :-) 

Eine eurer brennendsten Fragen ist immer wieder, ob es sich lohnt, privat zu studieren. Natürlich ist es leider IMMER eine Frage der Kosten. Die International School of Management ist eine private Hochschule und dort könnt ihr neben Global Brand & Fashion Management auch International Management, Psychology & Management, Communications/Marketing Management und weitere Studiengänge belegen. Bei Modemanagement habt ihr allerdings den Nachteil, dass dieser Studiengang meines Wissens nach öffentlich noch nicht existiert.
Ich bin wie vor noch sehr angetan vom Studiengang, obwohl mir der Finanz/Matheaspekt etwas fehlt. Aber gut, da bin ich auch eine der Einzigen.. Mir gefallen vor allem der Aspekt kleine Gruppen (In Fremdsprachen weniger als 10), die Nähe zu den Dozenten (die auch gerne mal ihre privaten Fotos zeigen, wie von Motorrädern), der Praxisbezug (Dozenten von Hugo Boss, Douglas, Berater bei 1Live oder Coca Cola) und auch, dass es Pflicht ist, einmal ins Ausland zu gehen sowie 20 Wochen Praktika machen zu müssen. Falls euch der Studiengang wirklich interessiert, besteht die Möglichkeit, einen Termin mit der Uni zu machen und einfach mal einen Tag in Vorlesungen reinzuschnuppern. Bei uns haben das auch schon mehrere gemacht und man bekommt einen Einblick in ein Haupt- und ein Nebenfach. Die ISM gibt es auch nicht nur in Dortmund, sondern noch in Köln, Hamburg, München, Frankfurt und Stuttgart.
Ich hoffe, ich konnte eure Fragen beantworten und euch mal wieder einen Einblick geben. Wir sind am Ende angekommen, deswegen wünsche ich euch ein schönes Wochenende! Falls ihr aber noch weitere Fragen habt, hinterlasst sie sehr gerne in den Kommentaren.  Bis bald, eure L. ♥

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VINE & LACE

2 comments

  1. Wirklich ein toller Post! Ich finde es toll und sehr interessant, dass du immer regelmäßig über deinen Studiengang schreibst. Dein Fach würde mich auch sehr interessieren, doch leider ist privat studieren für mich nicht möglich. Ich finde es schade, dass private Studiengänge eigentlich immer unbezahlbar sind.
    Die Bilder vom Post sind auch wirklich wunderschön! :-)

    1. Liebe Laura, erstmal ein riesiges Danke und da muss ich dir leider wirklich zustimmen! Allerdings habe ich mal irgendwo im Xing-Newsletter gelesen, dass ein BWL-Student den Staat pro Semester zwischen 3- und 4.000€ kostet, da sind die Gebühren dann vergleichsweise gar nicht so unterschiedlich. Aber ich bin auch froh, dass das deutsche System öffentliche Unis hat und jedem studieren möglich gemacht wird, nicht wie in den USA oder Australien :-)
      Viele Grüße <3

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